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„Der Marsianer“ von Andy Weir

  • Heyne
  • Erschienen 2014
  • 512 Seiten
  • Originaltitel „The Martian“
  • Kauf Mich

Dieses Buch habe ich durch Stöbern auf verschiedenen Blogs immer wieder mal entdeckt. Die Geschichte klang interessant und irgendwie waren ziemlich viele Leute begeistert davon. Den Trailer zum Film fand ich auch super und so stand wieder fest, das Buch muss ich lesen. Als es mir dann über den Weg lief, habe ich es gleich mitgenommen. Da ich wegen der Thematik noch ein bisschen skeptisch war, hat es aber noch ein paar Wochen gedauert, bis ich es dann letzten Sommer wirklich gelesen habe. Es konnte mich vollkommen überzeugen und hat den Grundstein für meine Science-Fiction-Liebe gelegt.

Inhalt

Das Team von Ares 3 muss die Mission aufgrund eines gewaltigen Sandsturmes auf dem Mars abbrechen. Auf dem Weg zum Rückflugmodul wird Mark Watney von einer Sendeantenne getroffen und seine Teammitglieder halten ihn für tot. Als er aus der Bewusstlosigkeit erwacht ist er allein, doch sein Wille zu Überleben ist groß.

Gedanken

Wie schon angedeutet, hab ich mich zwar auf die Geschichte gefreut, war aber doch ein bisschen skeptisch. Bis dahin hab ich noch nie eine Geschichte gelesen, die nicht auf der Erde spielt und wusste nicht, ob mir sowas gefällt. Als ich dann die ersten paar Seiten gelesen habe, waren alle Zweifel wie weggeflogen. Der Schreibstil ist wirklich hervorragend und die technischen Aspekte sind super erklärt, sodass man sich gut in die Problematik von Mark hineinversetzen kann. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie „gelassen“ er in der ganzen Situation scheint. Ich bin aufgrund der ganzen Probleme schon beim Lesen fast schreiend im Kreis gerannt aber Mark bleibt da, zumindest nach außen hin, cool und nimmt sich ein Problem nach dem anderen vor.

So sieht die Situation also aus. Ich bin auf dem Mars gestrandet und kann weder mit der Hermes noch mit der Erde Verbindung aufnehmen. Alle halten mich für tot. Ich sitze in einer Wohnkuppel, die einunddreißig Tage stabil bleiben soll.
Wenn der Oxygenator versagt, ersticke ich. Wenn der Wasseraufbereiter versagt, verdurste ich. Wenn die Wohnkuppel nicht hält, explodiere ich einfach. Wenn das alles nicht passiert, geht mir irgendwann der Proviant aus, und ich verhungere.
Also bin ich wohl am Arsch.

Die Geschichte wird teilweise aus Marks Sicht durch seine Logbucheinträge erzählt, teilweise aus Sicht der NASA Mitarbeiter auf der Erde und später auch aus Sicht seiner Teammitglieder auf der Hermes, die sie zurück zur Erde bringen soll. So weiß man teilweise schon Dinge, bevor es die NASA weiß und anders herum. Das ist wirklich ziemlich spannend da man nicht nur Mark bei seinen Problemlösungen beobachtet sondern die Wissenschaftler ebenso. Die Spannung ist wirklich so groß, dass ich das Buch innerhalb von einem Tag gelesen habe, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

Ich hätte erwartet, dass der psychische Aspekt noch eine größere Rolle spielt. Er ist immerhin ganz allein und hat, zumindest am Anfang, keine Möglichkeit mit jemandem zu kommunizieren. Aber wie Mark da ist, versucht er wirklich alles mit Humor zu nehmen, was bleibt ihm auch anderes übrig? Beim Ende hätte ich mir ruhig noch ein paar Seiten mehr gewünscht, ganz davon abgesehen, dass diese Geschichte für mich eh nicht hätte lang genug sein können.

Fazit

Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich absolut begeistert bin! Niemals hätte ich erwartet, dass mich eine Geschichte mit der Thematik so fesseln kann und ich sie so lieben werde. Seit langem habe ich kein Buch mehr so verschlungen wie diesen Roman, es war viel zu schnell vorbei. Der Film ist ebenfalls wahnsinnig gut und konnte mich genauso überzeugen.

Liebste Grüße,
Elli

Kennt ihr schon diese spannende Weltraumgeschichte?

Weitere Meinungen zu „Der Marsianer“
||||| Like It 3 Yay! |||||

12 thoughts on “„Der Marsianer“ von Andy Weir”

  1. Liebste Elli,

    ich wusste ja schon, dass sich der Marsianer in dein Herz geschlichen hat, aber es war trotzdem schön deine Rezension zu lesen. Die ganze Zeit beim Lesen hatte ich ein fettes Grinsen im Gesicht, weil ich mich so über deine Begeisterung freue. 🙂

    Liebste Grüße,
    Tati

    1. Liebste Tati,
      bei der Vorbereitung der Rezension hatte ich auch direkt nochmal Lust, das Buch zu lesen. Bis jetzt habe ich ja Buch, Hörbuch und Film durch. Auf Englisch habe ich es allerdings noch nicht gelesen, hihi. 😀
      Danke für deine lieben Worte!
      Liebste Grüße,
      Elli

  2. Das Buch will ich unbedingt auch lesen! Es muss ja anscheinend wirklich toll sein 🙂 Es klingt aber wirklich unheimlich, deshalb zögere ich noch etwas. Aber sobald ich es gelesen habe will ich den Film dazu schauen, der soll anscheinend ebenfalls richtig toll sein 🙂
    Liebe Grüsse
    Julia

    1. Hi Julia,
      es ist auch wirklich toll. Ich saß letzten Sommer einen Tag lang auf dem Balkon und habe das Buch durchgesuchtet, das ist schon lange nicht mehr vorgekommen! Es ist auch wirklich unheimlich, aber auch so spannend, dass du einfach weiterlesen musst, wenn du erst mal drin bin.
      Genau so habe ich es auch gemacht und zwischendurch musste ich auch das Hörbuch hören. 😀
      Liebste Grüße,
      Elli

  3. Liebe Elli,

    Jetzt hast du mich ja wieder…
    Trotz der guten Kritiken zum Buch, hat mich die Thematik doch auch immer ein bisschen abgeschreckt, jetzt werde ich es mir wohl aber doch nochmal durch den Kopf gehen lassen 😉

    Liebste Grüße ❤ Jill

    1. Hi Jill,
      hihi, gern geschehen! 🙂
      Wie gesagt, ich wusste auch nicht so richtig, was mich da erwartet und was ich davon halten soll. Sobald man aber die ersten Seiten gelesen hat, ist man voll und ganz drin und legt es nicht mehr aus der Hand! Ich habe immer noch ein Book-Hangover!
      Liebe Grüße,
      Elli

  4. Ich hab das Hörbuch genossen und war ebenso begeistert wie Du vom Buch warst. Und ja, der Film hat eine etwas andere Stimmung als das Hörbuch, war aber genauso toll.

    LG Gabi

    1. Freut mich, dass dieses Buch so viele Liebhaber hat und dich auch überzeugen konnte. Ich bin schon auf das nächste Buch von Andy Weir gespannt, wenn es denn irgendwann mal erscheint. 😀

  5. Hallo!

    Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht so begeistern konnte. Ich habe zuerst den Film gesehen und Matt Damon hat da schon viel Humor reingebracht, den ich im Buch ein bissl vermisst habe. Mir war manches zu technisch.

    Schön, dass dir das Buch aber gefallen hat!

    Alles Liebe
    Barbara von Barbaras Paradies

    #litnetzwerk

    1. Hi Barbara,
      oh, das ist ja schade.
      Ich fand den Film zum Buch auch ziemlich gut. Meistens hat man ja an der Verfilmung doch irgendwas zu meckern.
      Liebe Grüße,
      Elli

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