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„Der Hüter – Stadt der Tiefe“ von Jasmin Jülicher

Neulich erreichte mich eine E-Mail der Autorin in der sie mir ihr Buch vorstellte und fragte, ob ich Lust hätte, es zu rezensieren. Das coole Cover, der Klappentext und die Leseprobe haben mich überzeugt, so dass das eBook in meinen Posteingang geflattert kam und dann weiter auf meinen E-Reader. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Inhalt

Biota ist eine Stadt die tief unten im Meer gebaut wurde, als der große Krieg das Leben auf der Erde so gut wie verhinderte. Alexander ist der oberste Hüter in Biota. Tägliche Rundgänge und das Schlichten von Streitereien gehören zu seinen Aufgaben, denn die Gewalttätigkeit wurde aus den Menschen entfernt, als sie in der Stadt angekommen sind. Doch das scheint nicht ganz geklappt zu haben, denn als eine Leiche auftaucht, macht es sich Alexander zur Aufgabe einen Mörder zu finden, den es eigentlich nicht geben dürfte.

Gedanken

Der Roman beginnt mit den Anfängen des großen Krieges des 19. Jahrhunderts, der ein apokalyptisches Setting mit sich zieht und somit auch in die Entstehung von Biota einleitet. Die Menschen können nicht mehr auf der Erde leben und  bauen eine geheime Stadt tief im Meer. Diese ganze Idee der Weltzerstörung und der Stadt im Meer hat mich von Anfang an gefesselt und mitgerissen, ich wollte unbedingt mehr erfahren.

Dieses Gefühl ließ mich während des gesamten Romans nicht los, denn wir tauchen hier wortwörtlich in eine andere Welt ein, die ihre eigenen Regeln hat. Diese werden jedoch nur wenig erläutert und somit habe ich mir öfter ausführlichere Beschreibungen und Hintergrundinformationen gewünscht. Die Stadt hat beispielsweise verschiedene Ränge der Gesellschaft, zu der u.a. die Oberen, die Hüter oder die Wissenschaftler gehören. Alexander bittet die Wissenschaftlerin Nic, eine Botanika, um Hilfe bei seinen Ermittlungen. Da die beiden einen unterschiedlichen Rang beziehen, gehört es sich z.B. nicht, sich zu duzen. Öfter werden Sachen erwähnt, die im Umgang verschiedener Ränge nicht erlaubt sind, aber leider nicht erläutert werden. Ähnlich ging es auf den ersten Seiten, in denen wir Alex auf seinen Rundgängen verfolgen. Biota ist eine riesige Stadt, Tausende von Menschen wohnen dort. Ich konnte mir die Größendimensionen und die Struktur der Stadt nur schwer vorstellen, denn auch hier hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht.

Doch in seinem Kopf hatte sich bereits ein Plan formiert. Ein Ort hatte darin Gestalt angenommen, der perfekt war für ein Versteck. Für eine ganze Stadt. Und sie war möglich, das hatte jeder ihm versichert, mit dem er gesprochen hatte, wenngleich einige nicht allzu überzeugt geklungen hatten. Aber er würde sie Wirklichkeit werden lassen. Eine Stadt auf dem Grund des Meeres. (S. 19)

Nichtsdestotrotz hatte mich die Spannung von Anfang an fest im Griff, denn der Leser ist genauso geschockt wie Alex, als er die erste Leiche findet, die es so nicht geben dürfte. Zudem hat der Mörder die Frau nicht einfach nur getötet, sonder regelrecht verstümmelt. Mir ist bei der Beschreibung schon ganz komisch geworden. Alex jedoch, der in seiner Hüter Ausbildung nicht auf so etwas vorbereitet wurde und fast sein ganzes Leben in Biota verbracht hat, reagiert nicht so stark und mit einem festen Magen auf die Leiche und nimmt schnell die Ermittlungen auf.

Ich habe wirklich die ganze Zeit mitgerätselt, wie sich dieser Mord erklären lässt, doch die mir fehlenden Hintergrundinformationen und seltene Logikfehler (Charaktere sind auf einmal woanders oder gehen trotz Absprache woanders hin) haben mir leider ab und zu einen Dämpfer verpasst.

Der Mix aus verschiedenen Genres machen diesen Roman trotzdem zu etwas besonders Spannendem. Dieses Setting und die Ermittlungen lassen einen nicht kalt und bringen einen auch öfter zum Lachen. Im 19. Jahrhundert gab es die eine oder andere berühmte Persönlichkeit die den großen Krieg überlebt hat, nun auch in Biota wohnt und durch das Auftauchen in der Geschichte den Grusel der Unterwasserstadt ein wenig auflockert. Gegruselt habe ich mich regelmäßig, denn in einer Stadt tief im Meer gibt es kein Entkommen und es herrschen ganz andere Regeln.

Fazit

Die Idee und das Setting von Der Hüter – Stadt der Tiefe haben mich von Anfang an gefesselt und die Spannung konstant hoch gehalten. An vielen Stellen fehlten mir jedoch Erklärungen zu den Regeln in Biota und ich hätte gerne noch mehr von der Stadt erfahren. Durch den Mix von Fantasy, Steampunk und Krimi ist dieser Roman etwas ziemlich Aufregendes und ihr solltet euch den Tauchgang nach Biota nicht entgehen lassen!

Falls ihr Lust auf das Buch bekommen habt, schaut doch mal bei der Crowdfunding Aktion der Autorin vorbei!

Liebste Grüße,
Elli

Würdet ihr eine Stadt unter dem Meer betreten?

||||| Like It 2 Yay! |||||

2 thoughts on “„Der Hüter – Stadt der Tiefe“ von Jasmin Jülicher”

    1. Hi Nicci,
      vielen lieben Dank! Oh, wie cool! Da bin ich sehr gespannt auf deine Meinung und dein Interview mit ihr.
      Liebe Grüße,
      Elli

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