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Warum ich englische Bücher lese

Diesen Beitrag habe ich als Dialog schon mit mehreren Leuten geführt und sie dazu ermuntert, mal zu einem englischen Buch zu greifen. Die liebe Jill hat mich neulich mit ihrem Beitrag zum Englisch lesen dazu inspiriert, diese Gedanken nun mal in einen Beitrag zu sammeln.

Ich bin absolut keine Expertin im Englischen oder im Englisch lesen, der Beitrag spiegelt nur meine persönlichen Gedanken und Erfahrungen wieder.

Aller Anfang ist schwer

Mein erstes (freiwilliges) englisches Buch habe ich im letzten Jahr gekauft. Ich war auf dem Weg zu meiner Lieblingsbuchhandlung in Braunschweig. Mein fester Vorsatz an diesem Tag: „Heute kaufe ich ein englisches Buch!“ Ich wollte mich endlich auch mal an diese ganzen schönen englischen Büchern mit ihren spannenden Geschichten wagen, die mir auf diversen Buchblogs immer wieder entgegen strahlten. Die Wahl fiel nicht schwer als ich recht bald Eileen von Ottessa Moshfegh in der Hand hielt. Da mein Name dick auf dem Cover stand, musste ich es einfach kaufen (Wie? Sie heißt gar nicht Elli?).

Leider war mein erstes Buch eine große Enttäuschung. Die Sprache war nicht ganz einfach, für mich als Anfängerin sowieso nicht, und die Geschichte war auch einfach nicht spannend. Somit hat es danach auch wieder ein paar Monate gedauert, bis ich zum nächsten englischen Buch gegriffen habe. Meine Befürchtungen zum Verständnis waren natürlich nach der ersten Enttäuschung nicht gelindert.

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Wieso das Ganze?

Wieso sollte man sich eigentlich mit englischen, bzw. originalsprachigen, Büchern beschäftigen, wenn das eh alles so anstrengend ist? Dafür gibt es, meiner Meinung nach, mehrere Gründe.

Zum einen gibt es viele englische Bücher, die nicht übersetzt werden, aber durchaus unbedingt gelesen werden sollten. Das kommt natürlich immer ganz auf den Geschmack des Lesers an, aber bestimmt gibt es einige Leser, die da ein paar Beispiele parat hätten. Mir fällt da beispielsweise Five Nights at Freddy’s – The Silver Eyes von Scott Cawthon & Kira Breed-Wrisley oder We are okay von Nina LaCour ein. Beides Bücher, die ich absolut nicht missen möchte und mir nicht sicher bin, ob sie noch übersetzt werden.

Zum anderen sind die Übersetzungen, wenn sie denn dann doch kommen, nicht immer passend. Ich persönlich habe bei einem deutschen Buch öfter mal das Gefühl, dass die Stimmung einfach nicht mit übersetzt wird. Grade bei gefühlvollen Büchern gehen mir die Emotionen manchmal verloren. Ich finde, die englische Sprache kann wunderschön sein. Der Sprachstil eines Charakters kann ihn noch lebendiger erscheinen lassen und formt ihn auch ein Stück weit. Auch das kann nicht immer passend übersetzt werden. Ich vermute, diese Dinge fallen einem erst auf, wenn man das eine oder andere englische Buch gelesen hat. Über diese Dinge habe ich mir früher nie Gedanken gemacht. Mir geht es übrigens bei Filmen und Serien ganz genauso, weshalb ich die auch nur noch auf Englisch schaue.

Den Punkt, dass es heutzutage wichtig ist das Englische einigermaßen zu beherrschen, führe ich hier mal nicht weiter aus. Für viele war es in der Schule nicht einfach, Englisch zu lernen und sie haben nie einen Zugang dazu gefunden. Das englische Lesen kann da, meiner Meinung nach, viel helfen.

An dieser Stelle muss ich ja auch mal ehrlich sagen, dass mir die englischen Cover von Büchern fast immer viel besser gefallen als die Deutschen. Also hat das ganze auch was Gutes für die heimische Büchersammlung.

Es gibt genug Gründe, zum englischen Buch zu greifen. Traut euch!

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Wie ich englisch lese

Wenn ich ein englisches Buch lese, versuche ich nicht jedes unbekannte Wort nachzuschlagen, da mich das sehr aus dem Lesefluss reißt. Es juckt einen zwar immer in den Fingern, die Wörterbuch App auf dem Handy zu befragen, doch oft helfen der Kontext und die nachfolgenden Sätze weiter. Bei Büchern mit bestimmter Thematik (z.B. Five Nights at Freddy’s: The Silver Eyes) habe ich jedoch am Anfang viele Wörter nachgeguckt. Wer mit E-Reader liest hat natürlich einen klaren Vorteil. Oft lassen sich Wörter durch Antippen übersetzen, das geht wesentlich schneller und einfacher. Leider habe ich bis jetzt noch kein gutes E-Reader Wörterbuch erwischt, Tolino und Kobo sind öfter mal genauso ratlos wie ich.

Das englische Lesen geht also auch mal schief. Jill schrieb mir in ihren Kommentaren zum obigen erwähnten Beitrag: „Klingt es sehr gemein, wenn ich sage, dass mich das aber erleichtert, dass auch du mal Schwierigkeiten hast?“ Nein, das klingt gar nicht gemein! Es tut mir eher leid, dass es so rüber kommt, als ob alle Englischleser überhaupt keine Probleme hätten. Ich verstehe längst nicht immer alles und bin auch manchmal regelrecht gefrustet, wenn ich gerne alles verstehen und die Stimmung aufnehmen möchte, es aber einfach nicht klappt. Zuletzt hatte ich das bei The Diabolic von S.J. Kincaid. Die Sprache war durch die Gesellschaften, die es in dem Buch gibt, ein wenig spezieller und ich musste mich quasi durchs Buch schleppen. Der Spaß beim Lesen war gering und ich habe mir öfter die deutsche Übersetzung gewünscht. Dazu sei gesagt, dass ich nicht denke, dass mein Englisch schlecht ist und auch grade meine Abschlussarbeit auf Englisch schreibe. Aber manchmal scheint es einfach Bücher zu geben, zu denen man sprachlich keinen Zugang findet.

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Einsteigerbücher

Mit welchen Büchern kann man nun anfangen, wenn man sich an englische Bücher wagen möchte? Hätte ich nochmal die Gelegenheit, mein erstes englisches Buch zu lesen, würde ich zu einem greifen, dass ich entweder schon gelesen habe oder zu einem Kinder- bzw. Jugendbuch, da dort die Sprache meist einfacher ist. Da würde sich beispielsweise Harry Potter anbieten, da die meisten das schon kennen und es ja auch ein Kinderbuch ist. Ich habe aber auch gute Erfahrungen mit Finding Audrey von Sophie Kinsella, We are okay von Nina LaCour oder A monster calls von Patrick Ness gemacht. Anna von Ink of Books hat diese Woche den Beitrag Englisch Lesen für Anfänger geschrieben in dem sich noch mehr wunderbare Buchtipps finden. Es wird auf jeden Fall mit jedem Buch besser und irgendwann fragt ihr euch vermutlich, wieso ihr am Anfang solche Schwierigkeiten hattet.

Do you have any english books?

Leider haben Buchhandlungen, zumindest die, die ich so kenne, wenig bis keine Auswahl was englische Bücher angeht. Für eine gute Auswahl muss man anscheinend leider nach Berlin fahren oder auf den Buch-Lieferdienst seines Vertrauens zurück greifen.

Zum Schluss lässt sich nur noch sagen: Stresst euch nicht. Ihr solltet Spaß beim Lesen haben. Wer sich an englische Bücher wagen möchte, kann es tun, aber es ist bei weitem kein Muss.

 


Wie steht ihr zu englischen bzw. originalsprachigen Büchern?


||||| Like It 6 Yay! |||||

33 thoughts on “Warum ich englische Bücher lese”

  1. Ich lese auch viel zu selten auf Englisch. Wenn es hoch kommt im Jahr vielleicht … 5? Das ist im Vergleich zum Rest der gelesenen Bücher echt wenig, aber ich mag das ändern. Es bietet eben auch Vorteile und dazu mag ich die Sprache sehr sehr gerne.

    Und es tut gut zu hören, wenn man liest, dass andere manchmal auch plötzlich ein Brett vorm Kopf haben und die Wörterbücher keine Übersetzung kennen 😆 Englisch zu lesen ist schon etwas fordernder und man braucht mehr Konzentration, weil es eben nicht die Muttersprache ist und im Kopf noch alles übersetzt wird, aber man gewöhnt sich dran. Jedes Mal, wenn ich ein neues englisches Buch anfange, brauche ich meine Zeit, aber irgendwann groovt man sich ein.

    Sehr cooler Beitrag! Hoffentlich nimmt das so einigen den „Schrecken“ vor englischen Büchern.

    Liebe Grüße
    Rebecca

    1. Hi Rebecca,
      es ist auf jeden Fall eine Bereicherung, auch wenn es nicht so leicht von der Hand geht wie das Deutsche. Mit der Zeit wird es aber einfacher und man kann es entspannt lesen wie ein deutsches Buch.
      Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt und ich dich ein bisschen motivieren konnte.
      Liebe Grüße,
      Elli

  2. Ach Elli ❤

    Ei wirklich richtig, richtig toller Beitrag!
    Du warst/bist auf jeden Fall eine große Motivation für mich! Und dazu freut man sich dann einfach so sehr, wenn man diesen Schritt endlich gewagt hat.
    Ich denke auch, wer kein Interesse hat oder sich nicht überwunden möchte, der muss das auch nicht machen – wie du schon gesagt hast – es soll schließlich Spaß machen!
    Allen anderen kann ich nur sagen, dass man danach wirklich stolz auf sich ist und es viel einfacher, wenn auch manchmal immer noch schwer, als erwartet ist 😉
    Und vielen lieben Dank fürs Verlinken!

    Drück dich ❤ Jill

    1. Hi Jill,
      vielen Dank! Freut mich total, dass er dir gefällt und ich dich motivieren konnte/kann englische Bücher zu lesen! 🙂
      Ich freue mich auch jedes Mal, wenn ich ein englisches Buch fertig gelesen habe und bin dann total motiviert, noch mehr auf englisch zu lesen. Es wird einfach immer besser und macht mit jedem Buch mehr Spaß.
      Gern geschehen. Danke für den Anstupser, diesen Beitrag zu schreiben!
      Fühl dich geknuddelt,
      Elli

  3. Huhu 🙂

    Ich lese immer mehr auf englisch in letzter Zeit und habe vor einiger Zeit deshalb auch einen Beitrag mit Buchempfehlungen geschrieben.

    Es hilft definitiv um die Sprache besser zu verstehen. Wie du schon schreibst: man muss gar nicht jedes Wort verstehen. Es reicht meistens schon, wenn der Kontext klar wird.

    Sophie Kinsellas Bücher sind klasse für den Anfang, damit habe ich damals auch angefangen.

    Liebe Grüße
    Miriam

    1. Hi Miriam,
      man kann auch, glaube ich, gar nicht jedes Wort verstehen. Viele Bücher haben ja z.B. auch einen australischen Slang, da muss man sich in der Sprache schon sehr gut auskennen um jedes Wort zu kennen.
      Ich habe bis jetzt erst zwei Bücher von ihr gelesen, aber die waren wirklich super zu verstehen. Ein drittes wartet noch auf dem SuB auf mich.
      Liebe Grüße,
      Elli

  4. Hallo.
    Sehr schöner Beitrag! Ich habe damals (8. Klasse) bewusst mit Harry Potter and the Philosopher’s Stone angefangen, weil ich mein Englisch verbessern wollte. Ich brauchte etwa ein Jahr, weil ich anfangs den Ansporn hatte, jedes Wort nachzuschauen. Ab Kapitel 2 habe ich das dann gelassen und – tada! – es lief besser. Mein erstes aus Spaß gekauftes Buch war ebenfalls Harry Potter – Band 6, genau genommen. Bei Band 5 hatte mich eine Zeitung gespoilt und das durfte ich auf keinen Fall für den Rest der Geschichte zulassen. Also waren Band 6 und 7 meine ersten englischsprachigen Bücher, die ich verschlungen habe. Seitdem lese ich hauptsächlich Englisch und greife lieber zum Original als zur Übersetzung.
    Man lernt immer mehr dazu. Nach manchen Lesesessions bin ich tagelang nicht in der Lage, deutsche Sätze zu formulieren. Gelegentlich habe ich den Eindruck, dass ich im Englischen gewisse Dinge besser ausdrücken kann. Während ich schreibe, brauche ich eher eine Übersetzungswebsite als ein Synonymwörterbuch. Das sagt schon alles.
    Dir noch viel Spaß beim Lesen von englischsprachigen Büchern!
    Francis

    1. Hi Francis,
      da musste ich deinen lieben Kommentar grade erst mal aus dem Spamordner fischen.
      Wow, da hast du ja schon sehr früh angefangen, und das freiwillig. Wir haben damals in der Schule auch das eine oder andere englische Buch gelesen, aber die waren immer sehr langweilig und richtig verstanden habe ich sie auch nicht.
      Mir geht es da ähnlich wie dir. Wenn ich den ganzen Tag an meiner Thesis sitze, abends eine Folge einer Serie auf Englisch schaue und dann auch noch ein englisches Buch lese, dann rutscht mir häufiger mal eine englische Antwort raus, wenn mein Freund mich was fragt. Manche Sachen kann man auch einfach viel toller, kürzer, schöner ausdrücken. Diese Sprache ist schon was Feines! 😀
      Das wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße,
      Elli

  5. Liebe Elli,

    ein sehr schöner Beitrag! All das, was du beschreibst, habe ich gleich oder ähnlich empfunden – der Umstieg auf englische Bücher war anfangs etwas schwierig, aber mit der Zeit wurde es immer einfacher. Mittlerweile lese ich auf Englisch teilweise schneller als auf Deutsch. 😀

    Und die Vorteile, wie du bereits gesagt hast, sind einfach enorm. Wie viele Reihen werden einfach mittendrin abgebrochen und nicht weiter übersetzt? Wie viele englische Titel werden im Deutschen irgendwie verhunzt? 😀 Ganz zu schweigen von den teils riesigen zeitlichen Lücken. (Auch wenn es mich im Gegenzug noch mehr irritiert, wenn das deutsche Äquivalent vor dem Original erscheint…) Und zu guter Letzt sind englische Bücher oft einfach günstiger. (Es sei denn, man geht in Buchhandlungen einkaufen, die haben teilweise echt hohe Preise.) Wenn ich die Wahl zwischen den zehn deutschen Game of Thrones-Ausgaben à 15€ und den fünf englischen à 5-6€ habe, seufzt mein Geldbeutel vor Erleichterung auf. 😀

    Dein Schlusssatz ist aber sehr schön, und den würde ich auch absolut so unterschreiben! Wenn das Lesen auf Englisch auch nach Monaten mehr Stress als Freude bereitet, hat das ja auch keinen Sinn.

    Alles Liebe,
    Isabella

    1. Hi Isabella,
      vielen Dank! Das freut mich sehr 🙂
      Ja, die Übersetzungen dauern dann ja auch immer ewig. Ich stelle mir grade vor, wie das wäre, wenn ich im März nicht Obsidio lesen könnte und noch warten müsste, bis sie es übersetzen. Der pure Horror! 😀
      Die preislichen Unterschiede sind mir auch schon aufgefallen. Aber da denke ich mir dann immer „Support your local bookstore“ und zahle die paar Euro mehr. Meistens bestelle ich sie aber bei Thalia.
      Vielen Dank und liebe Grüße,
      Elli

  6. Hey Elli!
    Ich habe neulich endlich wieder ein englisches Buch gelesen, und zwar ACOTAR. Zu Beginn schlug ich wirklich jedes Wort nach, was ich nicht kannte, wodurch der Lesespaß verloren ging bzw. gar nicht erst aufkam. Ich war total gefrustet. Irgendwann habe ich die App geschlossen und einfach gelesen, schließlich versteht man den Zusammenhang trotzdem.
    Und dann habe ich gelesen und gelesen und gelesen.. mittlerweile schlage ich kaum noch etwas nach.

    Ich bin wirklich froh, dass ich in der Lage bin englische Literatur zu lesen, da durch die Übersetzung, wie du schon sagst, einiges verloren geht, auch atmosphärisch und charakterlich (hatte nach dem ich fertig war mal in die deutsche Ausgabe von ACOTAR reingelesen und war echt etwas enttäuscht).

    Ich bestelle die Bücher übrigens meistens über die Thalia App, wo es IMMER 20% gibt, hihi.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    1. Hi Nicci,
      freut mich sehr, dass du so schnelle Fortschritte gemacht hast. Das ist auch einfach das beste, was man machen kann, auch wenn es einen immer in den Fingern juckt. Aber irgendwann kriegt man schon den Dreh raus und findet seinen eigenen Weg.
      Ouhja, das glaube ich. Manche Bücher lassen sich einfach mehr oder weniger gut übersetzen. Ja, das mache ich auch meistens, wenn ich dann mal welche bestelle. Das ist auch immer zu verlockend. 😀
      Liebe Grüße,
      Elli

  7. Hey Elli,

    Ein toller Beitrag zum Lesen auf Englisch, der auch gut zeigt, dass es am Anfang zwar nicht leicht ist, aber sich diese Bemühungen lohnen, wenn man es denn wirklich will.
    Bei der Sache mit den Stimmungen und Gefühlen kann ich dir auch auf jeden Fall zustimmen, auch wenn ich das eher bei den Serien festgestellt habe, die ich mittlerweile fast ausschließlich auf englisch schaue. Da war das teilweise echt erschreckend wie anders die Szene auf deutsch rüberkam.

    Viel Spaß weiterhin beim Lesen und Schauen auf englisch.

    LG, Moni

    1. Hi Moni,
      vielen lieben Dank! Ja, das ist bei Serien und Filmen teilweise noch schlimmer. Man kriegt immer einen regelrechten Schock, wenn man seine aktuelle Serie dann mal auf Deutsch schaut. Da geht auch meistens der Pepp der Charaktere verloren.
      Dankeschön, das wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße,
      Elli

  8. Schöner Beitrag! Ich lese schon seit ein paar Jahren sehr gerne auf englisch, ursprünglich weil ich gehört habe, dass gerade Wortwitze oft nicht übersetzt werden können und ich sowas nicht verpassen wollte. Außerdem ist mir schon früher aufgefallen, dass in übersetzten Büchern einige Formulierungen sehr holprig klingen, weil man sie im deutschen einfach nicht nutzt, im englischen allerdings schon. Sowas sind schon sehr gute Gründe, um das Original zu lesen und gerade bei Klassikern ist mir das auch sehr wichtig. Bei der Übersetzung wird ja schon so einiges zwangsläufig verändert und das finde ich schade, weil gerade die Stimmung dann nicht so rüberkommt, wie du schon sagst.
    Wörter nur nachzuschauen wenn es nicht anders geht ist auf jeden Fall das richtige Vorgehen, wie ich finde. Anfangs habe ich wirklich alles nachgeguckt was ich nicht wusste (sogar oldschool mit Wörterbuch) und sogar aufgeschrieben, aber dazu hatte ich sehr schnell keine Lust mehr und es war einfach extrem ermüdend.
    Dass man in deutschen Buchhandlungen selten eine große Auswahl an englischen Büchern hat, finde ich auch schade, aber viel mehr stört mich, dass es da so einen Preisaufschlag gibt. Auch wenn ich weniger Online kaufen möchte, sind um die 4-5€ weniger da leider schon ein guter Grund, eher Amazon zu nutzen als in den Laden zu gehen.

    Liebe Grüße!
    Jacqueline

    1. Hi Jacquy,
      vielen Dank für deine lieben Worte. Freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt.
      Ein Wort im Wörterbuch nachzuschauen würde mich, glaube ich, wahnsinnig machen. Da wird ja der Lesefluss noch länger unterbrochen. Dafür gibt es heutzutage zum Glück Wörterbuchapps für das Handy.
      Ich versuche es meistens zu vermeiden, bei Amazon zu bestellen, außer wenn es jetzt grade das Knüllerangebot gibt. Meistens bestelle ich bei Thalia, in der App gibt es sogar immer 20% – sehr praktisch bei englischen Büchern. Wenn ich in meiner Lieblingsbuchhandlung bin dann nehme ich den Aufpreis in Kauf – support your local/favorite bookstore.
      Liebe Grüße,
      Elli

  9. Hey 🙂
    Also ich lese Bücher auch immer auf Englisch und nach einigen Jahren ist das auch nicht mehr sooooooooooo das Problem wie am Anfang noch 🙂 Da helfen Wörterbücher und Serien/Filme auf englisch zu schauen auch sehr, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen:)! Das kann ich jedem nur raten:) Deine Methode, nicht jedes einzelne Wort nachzuschlagen finde ich echt gut, weil das sonst sicher den Lesespaß verringern würde und das wäre ja schade:) Ich persönlich lese gerne auf Englisch, weil ich deutschen Übersetzungen nicht immer traue, weil das sich meist wie deutsche Synchronisationen liest:)
    Ich hab noch ein paar Tipps, die mir selbst geholfen haben, als ich vermehrt englisch lesen wollte:): Ich kann die vielen Klett-Bücher empfehlen, bei denen englische Bücher schon bereits mit einigen Vokabelhilfen kommen:) Und viele berühmte Bücher werden nach einer Zeit in Schüler-Editionen veröffentlich, sodass man da auch Hilfestellungen vom Buch selbst bekommt. Das macht das Lesen auf englisch sicher noch einmal etwas leichter:) Und wenn man sich an Shakespeare oder andere berühmte Klassiker herantrauen will, sollte man sich mit der „No Fear:Shakespeare“-Reihe mal befassen, gibt es das alte Englisch und eine neuere, leichtere Version zusammen in einem Buch :)!
    LG Sven 🙂
    P.S. ich bin über die Aktion „Kleine Blogs in Sicht“ auf deinen Blog aufmerksam geworden:)

    1. Hallo Sven,
      danke für deine Tipps, freut mich dass dir der Beitrag gefällt. Die Buchtipps sind dann aber vermutlich für blutige Anfänger als Schullektüre geeignet, vermute ich.
      Liebe Grüße,
      Elli

  10. Hallo Elli,

    ich habe deinen Blog über die Aktion „kleine Blogs in Sicht“ entdeckt und folge dir jetzt über Twitter.
    Nun aber zum Blogeintrag. Ich selbst begann bereits als Jugendliche englische Bücher zu lesen. Das lag damals daran, dass ich in der Schule nicht gerade gute Lehrer_innen hatte und mein Englisch irgendwie verbessern wollte. Ich fing mit Jugendbüchern an und es fiel mir am Anfang auch schwer, aber heute kann ich eigentlich alles auf Englisch lesen.
    Mittlerweile lese ich mehr auf Englisch als auf Deutsch. Das liegt vor allem an den von dir genannten Gründen. Viele Bücher, die mich interessieren gibt es nicht auf Deutsch, und selbst gute Übersetzungen kommen nie ganz an das Original dran. Hinzu kommt für mich noch der Geldfaktor. Die meisten englischen Bücher Kosten 5€ weniger als deutsche. Zwar bin ich bereit viel Geld für Bücher auszugeben, aber als Studentin will ich natürlich auch sparen.
    Ich bevorzuge örtliche Buchhandlungen, aber wenn man englische Bücher kaufen will, ist das eigentlich bei Thalia kein Problem. Selbst wenn die etwas nicht vorrätig haben, kann man da viel bestellen.

    LG
    Elisa

    1. Hi Elisa,
      aktuell lese ich gefühlt auch irgendwie mehr Englisch als Deutsch. Total cool, dass du dich in jungen Jahren schon mit englischen Büchern befasst hast! Die Preise für englische Bücher sind wirklich ein Argument, da kann man manchmal einfach nicht Nein sagen.
      Liebe Grüße,
      Elli

  11. Hey Elli!
    Ein cooler Beitrag, bei dem ich gleich hängen geblieben Bin! Ich nehme mir auch immer vor, mehr auf Englisch zu lesen. Ich habe auch ein paar schöne englische Bücher hier zu Hause. Bisher lese ich aber höchstens dreibenglische Bücher im Jahr. Traurig, aber wahr. Ich brauche auf Englisch einfach viel länger…obwohl ich gerade dein Übersetzungsargument Verstehen kann. Das Original ist ja doch immer etwas anderes. Wie regelmäßig liest du Englisch?
    🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Julia

    1. Hi Julia,
      danke für deine lieben Worte!
      Du wirst wirklich mit jedem Buch besser und das Lesen geht dann auch viel schneller von der Hand. Einfach mal anfangen und sich nicht einschüchtern lassen.
      Das kommt ganz auf die Stimmung an. Ich würde aber schätzen, dass ich schon so mindestens zwei englische Bücher im Monat lese. In letzter Zeit aber eher mehr.
      Liebe Grüße,
      Elli

  12. Ich liebe englische Bücher. In der Schule war mein Englisch immer nur so mittelmäßig. Erst danach habe ich mich mit der Sprache etwas mehr befasst. So war um 2000 rum Harry Potter mit unter den ersten englischen Büchern. Ich habe sie auch nie auf Deutsch gelesen und war beim ersten Film ziemlich verwirrt, weil ich ganz andere Worte und Bezeichnungen im Kopf hatte.
    Eine zeitlang habe ich fast ausschließlich englische Bücher gelesen, da einfach die Übersetzungen von Joy Fielding, David Baldacci und John Grisham viel zu lange brauchten. Außerdem waren die englischen Taschenbücher immer günstiger, als die deutschen Ausgaben.
    Schade, dass man englische Bücher meist nur in den Buchhandlungen der Großstädte findet. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Trip in die USA, da werden wieder fleißig Originale geshoppt. Wobei ich sagen muss, dass ich besser die Bücher von britischen Autoren lesen kann als von Amerikanern. Irgendwie sind die leichter zu verstehen, ich kann aber nicht sagen warum.
    Danke für deinen tollen Beitrag und die Anregung mal wieder ein englisches Buch zur Hand zu nehmen.
    LG Kerstin

    1. Hi Kerstin,
      wow, Bücher shoppen in den USA, da hätte ich ja auch Lust drauf! 🙂
      Dankeschön! Freut mich, dass der Beitrag dich motivieren konnte.
      Liebe Grüße,
      Elli

  13. Ein tolles Plädoyer dafür, auch mal zum englischen Original zu greifen!
    Ich habe mich jahrzehntelang [echt, das ist die bittere Wahrheit, denn ich bin aaaaalt 😉 ] mit der Übersetzung zufrieden gegeben und war auch ganz glücklich damit.
    Dann erschienen die Harry Potter Bücher weit früher auf englisch und waren in der Originalversion in allen Buchhandlungen greifbar. Und als dann die letzten Bände meiner Lieblings-Thrillerserie nur sehr schleppend übersetzt wurden (die sind heute noch nicht alle übersetzt), habe ich beschlossen, mein lang verschüttetes Schulenglisch wieder zu aktivieren.
    Ich mache es wie Du und lese einfach drauf los in der Hoffnung, dass einzelne Worte nicht so wichtig sind oder sich aus dem Kontext erklären. Und in den mittlerweile 4 Jahren, in denen ich etwa genauso viele englischsprachige wie deutsche Bücher lese, hat sich ganz alleine mein Wortschatz enorm erweitert. Natürlich entgeht mir immer noch mal ein Wortspiel oder ich verstehe einen Dialektausdruck nicht, aber das finde ich nicht schlimm.
    Durch die englischsprachigen Originale hat sich eine ganz neue Welt eröffnet. Ich lese viele Bücher, die nicht übersetzt sind und es wohl auch nie werden (vor allem Gay Romance – und ich kann ganz offen sagen, dass mir besonders für die Erotik-Szenen jede Menge Wortschatz fehlte) und im Gegensatz zur hochdeutschen Übersetzung gibt’s im Original schon deutliche Unterschiede zwischen einem britischen, einem US-amerikanischen oder einem australischen Buch.
    Und inzwischen erkenne ich auch schlecht übersetzte englische Redewendungen oder Formulierungen in deutschen Übersetzungen. Das ist mir vorher nie aufgefallen und je mehr ich das bemerke, desto eher tendiere ich dazu, gleich das Original zu lesen.

    Und da ich die Bücher meisens als eBooks lese, spare ich mir eine Menge Geld, denn die sind im Normalfall ziemlich günstig, und von wo aus ich mir die auf den Kindle lade (ich kaufe auch bei US-Verlagen direkt und nehme Sales und Rabatte in Anspruch), spielt keine Rolle, sie sind immer in Sekundenschnelle da.

    Ich würde als Einstieg auch Kinder- oder Jugendbücher empehlen, ich bin selbst mit Harry Potter gut gefahren. Auch viele Krimis oder Thriller sind sprachlich nicht so wahnsinnig anspruchsvoll.

    Ich hoffe, Du kannst mit diesem tollen Artikel ein paar zögerliche Leser dazu bringen, doch mal zu einem englischsprachigen Buch zu greifen. Ich hab’s nicht bereut!

    LG Gabi

    1. Hi Gabi,
      vielen Dank für deinen langen Kommentar und deine lieben Worte!
      Ich erkenne schlechte Übersetzungen von Wortspielen auch in deutschen Büchern, und rege mich dann immer ein bisschen auf. Also lieber gleich zum Original greifen, das schont die Nerven.
      Ouhja, englische eBooks bekommt man ja meistens hinterher geschmissen. Zudem kann man auf dem Reader viel einfacher Wörter nachschauen.
      Ich wollte mich demnächst auch mal an einen englischen Thriller wagen, das habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut.
      Vielen Dank und liebe Grüße,
      Elli

  14. Hey Elli,
    ich hab mich jetzt gerade erst wieder vorgenommen, wieder mehr Englisch zu lesen. Wenn ich das online bei Artikeln oder Fanfiktions o.ä. ständig mache – warum dann nicht auch bei Büchern 😉
    Wieder angefangen habe ich jetzt mit „A House Of Shattered Wings“ und bin einfach begeistert. Klar, der Einstieg war etwas schwieriger als in deutschsprachige Bücher, aber dafür wird man dann auch mit dem originalen Schreibstil des Autors belohnt und kann nochmal tiefer als bei Übersetzungen in die Geschichte eintauchen. Wahrscheinlich liegt es jetzt auch gerade an dem Buch, was ich lese, aber ich finde die Atmosphäre viel dichter, als ich es von manchen Übersetzungen gewohnt bin 😀

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Hi Sarah,
      ja, der Anfang kann manchmal schwierig sein. Ich hab bei bestimmten Büchern, wie gesagt, auch noch Probleme. Aber es lohnt sich, manche Geschichten lesen sich einfach besser im Original. Nicht aufgeben, es wird immer besser!
      Liebe Grüße,
      Elli

  15. Hey,
    super Blogbeitrag.
    Ich lese seit 7 Jahren nur noch auf Englisch. Am Anfang hab ich mich auch sehr schwer getan, denn das Schulenglisch bereitet niemanden auf solche Bücher vor, leider Gottes.
    Ich hab‘ aber trotzdem immer mehr und mehr englische Bücher gekauft und seit meinem 2-jährigem USA Aufenthalt les ich nur noch in Englisch. Mittlerweile ist es genauso einfach als wenn ich nen deutsches Buch lese. Ich schreib auch meine Rezensionen nur noch auf Englisch. 😉
    Ich würd mich freuen, wenn du mal auf dem Blog meiner Freundin und mir vorbeischauen würdest. 🙂
    http://www.5171milesbookblog.wordpress.com

    Ganz liebe Grüße,
    Sabrina

    1. Hi Sabrina,
      vielen Dank!
      Gut, wenn man zwei Jahre lang quasi keine andere Wahl hat, würde ich vermutlich auch nicht mehr zurück gehen.
      Euren Blog hab ich schon entdeckt, aber ich gehe gleich nochmal eine Runde stöbern.
      Liebe Grüße,
      Elli

  16. Schöner Artikel! Das Thema englische Bücher beschäftigt mich auch seit einer Weile wieder. Was habe ich „früher“ *hust* viel in englisch gelesen. Ich weiß gar nicht, wann mir die Lust daran abhanden gekommen ist. Langsam schleicht sich das Bedürfnis wieder in mein Leben. Den endgültigen Schubs habe ich bekommen, nachdem ich die Serie „American Gods“ gesehen habe. Das Buch von Neil Gaiman habe ich geliebt – und natürlich im englischen Original gelesen. Zeit, dieses also wieder aus dem Regal zu holen. Ich weiß noch, dass es mir streckenweise schwer viel, zu lesen beim ersten Mal. Nun aber erscheint es mir gar nicht mehr so schwer. Wahrscheinlich bin ich doch noch geübter als gedacht. Bevor die 2. Staffel erscheint, möchte ich es auf jeden Fall ein 2. Mal durch haben. 🙂

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