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„Böses Kind“ von Martin Krist

  • Henry Frei 01
  • R&K
  • Erschienen 2017
  • 320 Seiten
  • Kauf Mich

Auf meinem Blog gibt es ja eher weniger Rezensionen zu Thrillern. Das hat einen einfachen Grund: Die meisten Thriller(-autoren) hauen mich einfach nicht mehr um. Ich lese total gerne Thriller, doch meist sind die Geschichten schon erzählt worden, sehr vorhersehbar oder packen mich einfach nicht. Böses Kind gehört auf jeden Fall nicht dazu, denn den Auftakt zur neuen Reihe von Martin Krist habe ich innerhalb weniger Stunden verschlungen. Vielen Dank an Vorablesen und Martin Krist für das Rezensionsexemplar!

Inhalt

Suse versucht ihren Haushalt mit ihren drei Kindern zu managen als ihr Alltag aus den Fugen gerät, denn ihre Tochter wird vermisst. Die Polizei steht der überforderten Mutter skeptisch gegenüber. Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers ermitteln währenddessen einen grausamen Mord, denn mitten in Berlin wird eine gekreuzigte Leiche gefunden.

Gedanken

Ich habe mich schon sehr auf die Vorablesen-Runde gefreut, denn ich wollte endlich einen Thriller des hochgelobten Martin Krist lesen. Auch die Leseprobe hat mich sehr neugierig gemacht und somit war ich sehr glücklich, ein Leseexemplar gewonnen zu haben.

Gleich zu Beginn lernt man sowohl Suse und ihre Kinder als auch Henry und sein Team kennen. Die Erzählstränge wechseln sich ab, kreuzen sich auch zu Beginn der Geschichte schon so dass verschiedene Aspekte beleuchtet werden. Diese Art der Erzählung fand ich sehr interessant da sich die Charaktere nicht erst zum großen Showdown am Ende treffen. Zudem sind die kurzen Kapitel sehr spannend und enden meist mit einem fiesen Cliffhanger der es einem nicht erlaubt, das Buch aus der Hand zu legen.

„Wer immer ihr das angetan hat“, fuhr er fort, „ich will ihn finden. Und ich schwöre dir, ich werde ihn finden. Und dann, mein Freund, dann werde ich ihn spüren lassen, was es bedeutet, wenn man dir nimmt was du liebst. Was es bedeutet, wenn man dein Leben zerstört.“ (S. 211)

Auch der knackige Schreibstil trägt massiv zur Spannung bei. Martin Krist bringt alles direkt auf den Punkt, gibt genug Informationen über Charaktere und Umgebung und lässt an den richtigen Stellen Lücken die einem das Hirn zermartern.

Apropos Charaktere – viele Thriller haben, meiner Meinung nach, Charaktere die viel zu aufgesetzt wirken. Den sexy Ermittler der sich abends in der Bar mit einer heißen Mieze einen Bourbon genehmigt und ansonsten ein perfektes Leben führt gibt es vielleicht irgendwo, doch er ist vermutlich eher eine Ausnahme von der Regel. In Böses Kind sind ausnahmslos alle Charaktere sehr natürlich und realistisch und somit sehr greifbar. Ich konnte mich sowohl sehr gut in die verzweifelte Suse sowie in Henry, der nach einem langen Tag mit seinem Sohn Schach spielt und sich ebenfalls Sorgen um seine Teenie-Tochter macht, hineinversetzen.

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In einem solch spannenden Thriller bleibt Miträtseln, auch wenn man grade nicht liest, nicht aus. Manche Dinge mag man sich vielleicht schon denken doch auch wenn man sicher ist, die Geschichte durchschaut zu haben, kommt der Autor wieder mit einer überraschenden Wendung um die Ecke.

Das Ende kam für mich allerdings ein wenig zu schnell, auch wenn die Auflösung überraschend war, und hätte sich doch ein wenig mehr Zeit lassen können. Dafür fand ich den Stil der Auflösung sehr gelungen. Wer das Buch ebenfalls gelesen hat weiß vielleicht, was ich meine.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich nur noch sagen, dass ich schon lange nicht mehr so viel Spaß mit einem Thriller hatte. Schreibstil, Charaktere, Spannung, Story – bei Martin Krist stimmt einfach alles! Ein Autor, auf den man sich verlassen kann und für mich ein neuer Held in meinem persönlichen Thriller-Olymp. Ich komme in nächster Zeit auf jeden Fall nicht drum herum, die anderen Werke des Autors ebenfalls zu verschlingen. Wer Thriller mag, wird Böses Kind lieben!

Liebste Grüße,
Elli

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Weitere Meinungen zu „Böses Kind“
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2 thoughts on “„Böses Kind“ von Martin Krist”

  1. Liebe Elli,

    was für eine tolle und mitreißende Rezension!
    Da komme ich wohl nicht um das Buch drumherum 😉
    Martin und ich hatten schon einmal kurz geschrieben und überlegt, ob man in Berlin nicht mal etwas machen könnte.
    Ab auf die Wunschliste mit dem Werk!

    Liebste Grüße <3 Jill

    1. Hi Jill,
      dankeschön! Solltest du dir wirklich nicht entgehen lassen, ich war wirklich hin und weg. Achja, ihr wohnt ja beide in Berlin – da ist doch zumindest ein Kaffee drin.
      Liebste Grüße,
      Elli

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