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Kurzrezension

„Kalte Haut“ von Martin Krist

  • Sera Muth 1
  • R&K
  • Erschienen 2018
  • 360 Seiten
  • Kauf mich

Als mich Anfang Februar Martin Krist angeschrieben und mir sein neues Buch Kalte Haut als Rezensionsexemplar angeboten hat, habe ich mich natürlich wahnsinnig gefreut – sein Thriller Böses Kind (Rezension hier) konnte mich vollkommen überzeugen.

Martin Krist hat das Buch bereits 2012 veröffentlicht was mich zu der Frage geführt hat, wieso er es nun neu aufgelegt hat. Freundlicherweise hat er mir die Frage beantwortet: Nach dem Wechsel vom Verlag ins Selfpublishing hat er die Chance genutzt um sein Buch, welches er zu seinen Besten zählt, erneut und zu seinen Bedingungen zu veröffentlichen und somit nochmal ordentlich die Werbetrommel zu rühren. Und das ist ihm auf alle Fälle gelungen!

Inhalt

Berlin ist in Aufruhr. Ein Killer schickt Foltervideos seiner Opfer direkt an Journalisten und lockt sie anschließend zum Fundort der Leiche. Polizeikommissarin Sera Muth zieht den Psychologen Dr. Babicz hinzu, der in Amerika die Morde des „Knochenmanns“ aufdecken konnte. Beide Killer ziehen ihren Opfern die Haut vom Körper und sind sich somit sehr ähnlich – zu ähnlich?

Gedanken

Da ich aktuell leider nicht so viel Zeit zum Lesen finde, wollte ich eigentlich nur mal kurz in Kalte Haut reinlesen. Dass das bei Martin Krist nicht klappt, hätte ich mir eigentlich auch vorher denken können, denn sofort war ich total in der Geschichte gefesselt. Der knackige und schnelle Schreibstil lässt einen einfach immer weiterblättern. Die Kapitel sind sehr kurz und enden meist mit einem Mini-Cliffhanger – einen Stil den ich bei Thrillern absolut grandios finde.

Der Anfang der Geschichte war, wenn auch sehr spannend, teilweise ein wenig schwierig zu lesen denn es werden recht schnell viele Charaktere vorgestellt. Allerdings ist jeder dieser Charaktere sehr gut ausgearbeitet, haben ihre eigenen persönlichen Macken und wirken sehr lebendig. Ich habe mich sehr auf das Zusammentreffen dieser bunten Mischung aus Polizisten, Psychologen und Journalisten gefreut.

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Die Hauptgeschichte rund um den Killer in Berlin ist nicht das einzige was diese Geschichte interessant und spannend macht. Die Hauptkommissarin Sera Muth ist Türkin und soll, zu Anfang der Geschichte, einen türkischen Ehrenmord aufdecken der einigen Trubel um Ausländer in den Berliner Nachrichten verursacht. Schön und gut ist der „typische“ amerikanische Bad Boy, der jeden Fall aufdecken kann, doch der Realismus der hinter diesen Aspekten der Geschichte steckt lassen einen auch über das Gelesene und unsere aktuelle Situation nachdenken.

Die Erzählperspektive wird immer mal wieder gewechselt, man verfolgt u.a. die Protagonisten Sera Muth und Robert Babicz und bekommt so einen guten Eindruck in das Leben der Charaktere. Auch wenn diese Eindrücke teilweise eventuell so scheinen mögen, als ob sie nicht wichtig für die Geschichte sind – lasst euch nicht täuschen. Wer aufmerksam liest, hat eventuell schon eine Ahnung, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Das dachte ich zumindest und lag die meiste Zeit falsch, denn der Autor schafft es der Geschichte einen Plottwist nach dem anderen zu verschaffen und den Leser immer wieder auf die falsche Fährte zu locken. Die Spannung war somit wirklich konstant und hat mich, trotz knapper Zeit, das Buch sehr schnell durchlesen lassen.

Fazit

Auch wenn ich das Ende der Geschichte ahnen konnte, haben mich die vielen Wendungen bis dahin immer wieder überrascht. Die persönlichen Einblicke der Charaktere konnten mich ebenso fesseln wie die Aufklärung des eigentlichen Falls. Mit Kalte Haut hat Martin Krist wieder einen spannenden Thriller geschrieben der auf eine interessante Reihe hoffen lässt.

Liebste Grüße,
Elli

Welche Thriller könnt ihr empfehlen?

Weitere Meinungen zu „Kalte Haut“

5 Kommentare zu „Kalte Haut“ von Martin Krist

    1. Hi Martin,
      gern geschehen. Danke, dass ich „Kalte Haut“ lesen durfte!
      Liebe Grüße,
      Elli

  1. Uuuh, das klingt ja sehr spannend! Ich suche momentan relativ „verzweifelt“ gute Thriller und das hört sich doch schonmal nach was brauchbaren an 😍
    Plottwists liebe ich auch, was wäre ein Thriller ohne Spannung?
    Das hat mir bisher leider in den meisten die ich in der letzten Zeit gelesen/gehört habe gefehlt 🙁

    Liebste Grüße
    Jenny

    1. Hi Jenny,
      mir geht es ähnlich, die meisten sind einfach so vorhersehbar und unterscheiden sich selten von einander. Ich habe bis jetzt erst zwei Bücher von Krist gelesen, aber die kann ich dir wirklich empfehlen!
      Welche Thrillerautoren liest du gern?
      Liebste Grüße,
      Elli

      1. Mein Lieblingsautor ist John Katzenbach, die finde ich immer sehr spannend! Da stehen nämlich die Opfer im Vordergrund oder Familienangehörige oder einfach Leute die da reingezogen werden. Ich liebe das, wenn es keine super Cops sind, die sich mit allem auskennen. Das macht es für mich spannender 🙂

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